Kräuterlexikon der Bernus-Spagyrik
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Odermennig
Kleiner Odermennig, Agrimonia eupatoria
spagyrisch verarbeitet in Bernus-Mittel Nr. 14 (Hepatik)
planetarisch: Jupiter
Zitat Prof. Dr. Hegi, IV, 2, 935: „In erster Linie wurde sie (jetzt nur noch als Volksmittel) gegen chronische Leberleiden angewandt, aber auch als Diureticum bei sonstigen Stoffwechselerkrankungen, namentlich Blasen-, Milz- und Darmleiden (wie Gelb- und Wassersucht, Steinbeschwerden, Enuresis nocturna u. a.), als Adstringens bei Hämorrhagien, als Emenagogum und Anthelminthicum, und zwar in Form von Tee oder Pulver, im 16. Jahrhundert besonders auch als destilliertes »Odermennigwasser«, das der Kardinal Petrus Bembus als bestes Mittel gegen Nierengries empfahl, ferner äusserlich zu Gurgelwässern, als Wundmittel (besonders ein Wundtrank aus Odermennig, Sanikel, Betonien und Wegerich), gegen Ausschläge und Hautparasiten (im Altertum als Salbe mit Schweinefett), gegen Schlangenbisse usw.“

Inhaltsstoffe: #Gerbstoffe
Literatur: Tabernaemontani Kräuterbuch - 1664, 330
Seel’s Rezeptbuch der Pflanzenheilkunde - 1959, 192, 237
Geßner’s Gift- und Arzneipflanzen von Mitteleuropa - 1953, 337
Madaus’ Lehrbuch der biologischen Heilmittel - I, 447
Vorlesungen über die Wirkung und Anwendung der deutschen Arzneipflanzen - 1929, 222
Hegi’s Illustrierte Flora von Mitteleuropa - IV, 2, 931
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